Bombenfund in Heimfeld

DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg -Die DRK-Helferinnen Melanie Poerschke (li.) und Melanie Häcker unterstützten während der Evakuierung in der Notunterkunft in der Triftstaße.

Bombenfund in Heimfeld.

DRK Harburg bei Evakuierung im Einsatz.

Großeinsatz für die Hilfsorganisationen im Hamburger Süden: An der Evakuierung rund um den Fundort einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Heimfeld am Mittwoch war allein das Harburger Rote Kreuz mit rund 100 Helferinnen und Helfern sowie 14 Einsatzfahrzeugen beteiligt.
Um die Mittagszeit war eine amerikanische 1000 Pfund-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit zwei Zündern im Milchgrund/Ecke Corduaweg bei Baggerarbeiten auf einer Baustelle entdeckt worden. Dort baut der Eisenbahnbauverein neue Wohnungen. Die Bombe sollte zunächst gegen 18.30 Uhr entschärft werden. Das geschah dann erst kurz nach 23 Uhr. Straßen in einem Umkreis von 500 m, einschließlich B73, waren stundenlang gesperrt, die Linie S3, Hafenbahn und Fernbahn waren unterbrochen, Buslinien wurden umgeleitet.
„Eine solche Situation ist für uns an sich nichts Außergewöhnliches. Die besondere Herausforderung besteht jedoch darin, dass rund 800 Menschen nur sitzend oder liegend aus der Gefahrenzone gebracht werden können“, erklärt Harald Krüger, Vorstand DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg. In dem zu evakuierenden Bereich von 500 Metern rund um die Fundstelle des Blindgängers in der Straße Milchgrund befinden sich unter anderem zwei Seniorenwohnanlagen.
In zwei Schulen (Ehestorfer Weg und Triftstraße) hat das Harburger Rote Kreuz Notunterkünfte für 1.000 Personen eingerichtet, in denen ehrenamtliche Helfer und hauptamtliche Pflegekräfte die Betreuung übernehmen. Alleine das Harburger Rote Kreuz stellt über 100 Einsatzkräfte; das Präsidium des DRK Harburg, das zeitgleich eigentlich tagen wollte, hatte daraufhin seine Sitzung vertagt, die Präsidiumsmitglieder halfen in den Notunterkünften tatkräftig mit. Das DRK sorgte auch für eine Versorgung mit Wasser und einen Imbiss.
Im Einsatz waren sowohl ehrenamtliche Kräfte der Bereitschaft als auch hauptamtlich Beschäftigte. DRK-Vorstand Harald Krüger sagte am Nachmittag: „Bis der Blindgänger entschärft wurde und alle Menschen wieder zurück in ihre Wohnungen können, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern.“ Kurz nach 23.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.



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